Ihre Trainerin Heike Müller.

Als festangestellte Vertriebstrainerin bei einem renommierten deutschen Kaffeeröster befand ich mich in einer sicheren Position, hatte ein sehr gutes Einkommen, trainierte und coachte für das Unternehmen in Deutschland, den Niederlanden und half in Österreich bei der Zusammenführung des übernommenen marktführenden Mitbewerbers. 

Am Freitag, den 28. Januar 2000 meldete ich mein Gewerbe als Vertriebstrainerin an. Mein Anspruch war es, eigene Kunden zu gewinnen. So fuhr ich im Februar und März mit meiner Eineinhalbjährigen und dem Baby von 4 Monaten sowie meiner Mutter zu meinen zukünftigen Kunden, um sie von mir und meinen Trainerqualitäten zu überzeugen. Alle 4 Stunden legte ich eine Stillpause ein, um danach wieder hinter der Theke mit den Verkäuferinnen und Verkäufern aktiv Zusatzverkäufe anzubahnen. 

 

Dieses Arbeitsmodell hat prima funktioniert, aber auch nur deshalb, weil ich die Unterstützung einer starken Frau im Hintergrund hatte. Ohne die selbstlose Starthilfe meiner Mutter hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft, eine gesunde Work-Life-Balance zu schaffen. 

 

Einige Handwerksbäcker waren anfangs zögerlich, in die Weiterbildung und Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren. Doch der Erfolg sprach für sich und ich erhielt nach kurzer Zeit erste gut bezahlte Aufträge und den besten Lohn der Arbeit: Nachfolgeaufträge und Stammkunden.

 

Das Netzwerke unerlässlich auch für Selbstständige sind, habe ich mit den Jahren mehr und mehr erlebt, ganz nach dem Motto: wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Durch Empfehlungen wurde ich an mögliche neue Kunden „weitergereicht“ und brauchte mich deshalb nicht mehr mit dem Thema der Kaltakquise zu beschäftigen.

 

Die Bäckereien, die sich darauf verlassen haben, dass „unser Brot und unsere Backwaren die besten im Ort sind“ oder „wir sind die günstigsten, da kann uns keiner was“ haben feststellen müssen, dass sie nicht ohne die Weiterbildung und Qualifizierung ihres Personals im Verkauf auskommen, die Zahl der Schließungen oder Übernahmen steigt nach wie vor.

 

Und auch ich habe in meine Weiterbildung investiert, um für meine Kunden stets „etwas Neues“ bieten zu können, denn auch ich habe das Verkaufen nicht neu erfunden. Waren vor 20 Jahren die eher manipulativen Techniken im Verkauf und Coaching „gefragt“, kommen wir heute mit solchen Methoden nicht mehr weit. Die Arbeit soll (irgendwie) Spaß machen und die Mitarbeiterin, der Mitarbeiter erwartet Wertschätzung und eine Ausgewogenheit von Anspannung und Entspannung. Dafür habe ich Lachyoga und Lachwellness mit in meine Tätigkeit aufgenommen und eine Weiterbildung zur Entspannungstherapeutin gemacht. 

 

Voller Stolz und Dankbarkeit kann ich von einer Bäckerei aus Aachen berichten, die ich seit 19 Jahren regelmäßig monatlich begleite und aus anfänglich 20 Filialen sind mittlerweile 55 Filialen entstanden. 

 

Vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurde ich zum Jahresanfang 2020 als Beraterin für Unternehmen zur „Förderung des unternehmerischen Know-hows“ zugelassen. Gemeinsam mit meinem Kunden werden die individuellen Fördermöglichkeiten eruiert, denn es besteht die Chance auf Zuschüsse von bis zu 90 %. 

 

Rückblickend stelle ich also freudig fest, dass ich den besten Job habe, den ich mir je habe aussuchen können und ich würde alles genauso wieder tun. In diesem Sinne auf die nächsten 20 erfolgreichen Jahre – ich bin bereit :)

 

BAFA Programm: "Förderung des unternehmerischen Know-hows“  

Zuständig für die Umsetzung des Programms zur "Förderung des unternehmerischen Know-hows" ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert.
 
Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind und werden gegliedert in Bestandsunternehmen, Jungunternehmen (seit der Gründung noch keine 2 Jahre am Markt) oder Unternehmen in Schwierigkeiten (Insolvenzantrag ist nicht gestellt und wird auch nicht beabsichtigt). Für jedes der 3 Unternehmensarten gibt es verschiedene Förderhöhen, die auch regional nochmal speziell betrachtet werden.
 
Die meisten Unternehmen sind nach dieser Klassifizierung Bestandsunternehmen und können maximal förderungsfähige Beraterkosten in Höhe von 3000 Euro ansetzen und somit den maximalen Zuschuss von 50 % für eine „Allgemeine Beratung“ erhalten.
 
Bevor der Antrag online gestellt wird, wird ein Informationsgespräch mit einer Leitstelle geführt, die dann per Email eine Bestätigung sendet. Für die Bäckereien käme z.B. ein Ansprechpartner des ZDH (Zentralverband des Deutschen Handwerks) infrage. Unter dem nachfolgenden Link sind alle Ansprechpartner aufgelistet und die Informationen zum weiteren Vorgehen. Als Bestandsunternehmen muss kein „Regionaler Ansprechpartner“ kontaktiert werden. 
 
https://www.zdh.de/fachbereiche/gewerbefoerderung/foerderung-der-freiberuflichen-beratung/antragstellung/
 
Im Anhang die „Rahmenrichtlinie zur Förderung des unternehmerischen Know-hows“, die das ganze Vorgehen umreißt. Ergänzend dazu sind alle weiteren Zusatzinformationen auf der Internetpräsenz der BAFA hinterlegt.
 
Für die antragstellenden Unternehmer: bitte beachten Sie, dass erst der genehmigte Antrag mit der „unverbindlichen Aussicht auf Förderung“ bei Ihnen eingegangen sein muss, bevor die eigentliche Beratung beginnen kann. Das bedeutet, mit dem Berater Ihrer Wahl wird erst dann ein Vertrag abgeschlossen und erst danach darf mit der Beratung begonnen werden. Selbstverständlich sollten Sie im Vorfeld schon mit dem möglichen Berater sprechen, ihn kennenlernen, um herauszufinden, ob Sie eine Zusammenarbeit wünschen. Zwischen Antragsgenehmigung und Beendigung der Beratung dürfen nicht mehr als 6 Monate liegen.
 
Als Unternehmensberaterin zur „Förderung unternehmerischen Know-hows“ bin ich mit der BAFA - ID 162110 gelistet.

Referenz einer traditionellen Handwerksbäckerei mit 45 Filialen

Dauerhafte Personalentwicklung
 
- Seminar - Workshop - Training on the Job - Coaching on the Job -
 
1. Auszubildende
- sicheres und professionelles Auftreten
- optimale Kundenansprache, Beratung und Verabschiedung
- Generieren von Zusatzverkäufen
- der Vorgabe entsprechendes Verpacken der Ware
- souveräner Umgang mit Einwänden und Reklamationen
- Einhaltung der Hygienerichtlinien
 
2. Teamleiterinnen
- Übernahme der Verantwortung für eine Filiale mit Personaleinsatzplanung und Mitarbeiterführung
 
3. Filialbetreuer
- eigenständige Mitarbeiterführung in den zugewiesenen Filialen
- Vermittlung von Detailkenntnissen über das Unternehmen mit seiner Firmenphilosophie
- professioneller Umgang mit Kennzahlen, Hilfsmitteln zur Dokumentation und der Aufgabenplanung in den Filialen
 
Dauerhafte Sicherstellung professioneller Arbeitsabläufe
 
- Workshop - Training on the Job - Coaching on the Job -
 
1. Erstellung einer Filialfibel
- Dokumentation aller relevanter Anweisungen, Vorgaben und Daten für Filialbetreuer
 
2. Optimierung der Einsatzplanung der Filialbetreuer
- Erstellung der persönlichen Einsatzplanung als Quartalsübersicht und einer wöchentlichen Dokumentation
 
3. Optimierung der täglichen Arbeitsabläufe
- Erstellung eines täglichen, aufgabenbezogenen Arbeitsplans (Punkteplan) für die Einteilung der Mitarbeiter,
Modifizierung bzw. Neugestaltung von Checklisten, Reinigungs- und Dokumentationslisten nach HACCP
 
4. Aktionsplan zur Umsatzsteigerung                                                                                                  
- Nutzung vertriebsrelevanter Kennzahlen zur Planung von täglichen Verkaufsaktionen, Dokumentation der
Ergebnisse
 

Schulbuch

Im Jahr 2009 erschien die erste Version dieses Schulbuches, an dem ich mitgewirkt habe.
 
Die zweite Auflage erfolgte in 2011 und die dritte in 2014.
 
 
 
 
 
http://www.amazon.de/Verkauf-aktiv-B%C3%A4ckerei-Konditorei-Sch%C3%BClerbuch/dp/3804558305/ref=pd_cp_b_0  
 
Foto und Beschreibung von Amazon: 
Der Gesamtband "Verkauf aktiv" ist ein Standardwerk, das nicht nur in der Ausbildung, sondern auch im späteren Berufsalltag ein ständiger Begleiter und Ratgeber sein wird. Die Verkaufskunde ist sinnvoll mit den Warenkenntnissen verknüpft. Der Verkauf steht hierbei im Vordergrund, die Warenkenntnisse sind notwendige Grundlage dafür. "Verkauf aktiv" zeichnet sich durch eine übersichtliche Struktur aus. Wichtige Inhalte sind hervorgehoben. 
 
Viele Beispiele, Fotos und Abbildungen verdeutlichen die Inhalte. Handlungsorientierte Aufgaben festigen das erworbene Wissen.